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Wie du einen Betrieb zur Übernahme findest

Die meisten Übergaben werden nie ausgeschrieben. Wer nur Inserate liest, sieht den kleineren Teil des Marktes.

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Die Nachfolgebörse der Wirtschaftskammer ist die zentrale öffentliche Anlaufstelle für Betriebsübergaben in Österreich.

  1. Die Nachfolgebörse
  2. Warum das Beste nie inseriert wird
  3. Die direkte Ansprache
  4. Wo du dich beraten lassen kannst
2
Minuten
29.07.2026
zuletzt geprüft
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Inhalt · 5 Abschnitte
  1. 01Die Nachfolgebörse
  2. 02Warum das Beste nie inseriert wird
  3. 03Die direkte Ansprache
  4. 04Wo du dich beraten lassen kannst
  5. 05Häufige Fragen

Die Nachfolgebörse

Die Wirtschaftskammer betreibt eine Börse, in der Übergeber ihre Betriebe anbieten und Übernahmewillige suchen können. Sie ist die naheliegende erste Adresse, weil sie österreichweit und branchenübergreifend geführt wird und weil die Kammer beide Seiten ohnehin berät. Die Inserate sind bewusst knapp gehalten — Übergeber wollen selten öffentlich machen, dass sie verkaufen, solange Mitarbeiter und Kunden es nicht wissen sollen. Rechne damit, dass hinter einer dürren Anzeige mehr steckt, als dort steht.

Warum das Beste nie inseriert wird

Ein Betrieb, der gut läuft und einen Nachfolger in der Familie oder im eigenen Personal hat, kommt nie auf eine Plattform. Was inseriert wird, ist der Teil des Marktes, für den sich intern keine Lösung gefunden hat. Das ist kein Ausschlussgrund, aber es erklärt, warum die Suche über Netzwerke oft die besseren Gelegenheiten bringt: Lieferanten wissen, wer ans Aufhören denkt. Die Innung weiß es. Kollegen wissen es.

Die direkte Ansprache

Der Weg, den erfahrene Übernehmer gehen: sich einen Betrieb aussuchen, der passt, und den Eigentümer fragen. Das wirkt zunächst unangenehm, ist aber verbreiteter, als man denkt — in vielen Branchen ist die Altersstruktur der Eigentümer so, dass die Frage nach der Nachfolge ohnehin im Raum steht. Wer eine seriöse Anfrage stellt und Verschwiegenheit zusagt, bekommt öfter ein Gespräch als eine Absage.

Wo du dich beraten lassen kannst

Das Gründerservice der Wirtschaftskammer berät in allen Bundesländern zu Übernahmen, für Mitglieder kostenlos. Es kennt sowohl die Börse als auch die Förderlandschaft und die regionalen Gegebenheiten. Für die eigentliche Prüfung und den Vertrag brauchst du zusätzlich Steuerberater und Anwalt — die Kammerberatung ersetzt beide nicht.

Häufigster Fehler

Verschwiegenheit ist Teil des Geschäfts

Übergeber haben ein handfestes Interesse daran, dass Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten nichts erfahren, solange nichts fix ist. Wer in der Branche herumerzählt, dass er mit jemandem verhandelt, ist als Gesprächspartner erledigt. Eine Verschwiegenheitsvereinbarung vor der Einsicht in Zahlen ist normal und keine Schikane.

Aus der Begleitung, nicht aus dem Merkblatt.

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Gewerbeanmeldung, SVS-Meldung, NeuFöG und UID zum Fixpreis. Du unterschreibst einmal, den Rest erledigen wir.

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Häufige Fragen
Was kostet die Nachfolgebörse?

Konditionen und Leistungsumfang legt die Wirtschaftskammer fest und ändern sich von Zeit zu Zeit. Die aktuelle Auskunft bekommst du direkt beim Gründerservice deines Bundeslandes.

Wie lange dauert die Suche?

Deutlich länger, als die meisten annehmen. Der passende Betrieb, ein Übergeber, der wirklich abgeben will, und ein Preis, der für beide Seiten funktioniert, treffen selten gleichzeitig zusammen. Wer sich ein Jahr Zeit nimmt, verhandelt besser als jemand, der bis zum Sommer etwas haben muss.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Förderberatung. Voraussetzungen, Beträge und Fristen ändern sich; verbindlich sind die Auskünfte der jeweiligen Stelle — Gewerbebehörde, SVS, Finanzamt, AMS oder Förderstelle. Geprüft am 29.07.2026.