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Behördenwege

Firmenbuch-Eintragung in Österreich

Das Firmenbuch ist das öffentliche Register der Unternehmen. Kapitalgesellschaften wie GmbH und FlexCo entstehen überhaupt erst mit der Eintragung, für Einzelunternehmen ist sie in der Regel freiwillig.

  • Geprüft am
  • 3 Abschnitte
  • 1 Min Lesezeit
Der AblaufBeispiel GmbH

Drei fremde Termine bestimmen den Zeitplan.

VorbereitungNotarBankGericht
  1. Firmenwortlaut prüfen
  2. Gesellschaftsvertrag
  3. Notariatsakt
  4. Bankkonto und Einzahlung
  5. Musterzeichnung
  6. Anmeldung beim Firmenbuch
  7. Eintragung
Die Balken zeigen Reihenfolge und Parallelität, keine Dauer in Tagen — wie lange Notar, Bank und Gericht brauchen, können wir nicht zusichern.
Inhalt · 3 Abschnitte
  1. 01Wer eingetragen werden muss
  2. 02Wie die Eintragung abläuft
  3. 03Was drinsteht und öffentlich ist

Wer eingetragen werden muss

Verpflichtend ist die Eintragung für Kapitalgesellschaften (GmbH, FlexCo, AG) und für eingetragene Personengesellschaften wie OG und KG. Einzelunternehmen müssen sich erst ab einer bestimmten Umsatzschwelle eintragen lassen, können es aber freiwillig tun, etwa um einen Firmenwortlaut zu führen.

Wie die Eintragung abläuft

Bei der GmbH steht am Anfang der Notariatsakt über den Gesellschaftsvertrag. Danach folgen die Bankbestätigung über die Bareinzahlung, die Musterzeichnung der Geschäftsführer und die Anmeldung beim zuständigen Firmenbuchgericht. Erst mit der Eintragung ist die Gesellschaft existent.

Drei Personen an einem dunklen Holztisch in einer Notariatskanzlei, eine unterschreibt.
Der Notariatsakt ist der Termin, an dem der Zeitplan hängt. Ohne ihn gibt es keine Eintragung.

Was drinsteht und öffentlich ist

Firmenwortlaut, Sitz, Geschäftszweig, Vertretungsbefugnis, Gesellschafter und Stammkapital sind einsehbar. Das ist gewollt, denn Geschäftspartner sollen prüfen können, mit wem sie es zu tun haben. Wer Anonymität erwartet, ist bei einer Kapitalgesellschaft falsch.

Was jeder über dich nachlesen kann

Das Firmenbuch ist öffentlich. Wer mit dir Geschäfte macht, sieht diese Angaben — und das ist der eigentliche Zweck des Registers.

  • Firmenwortlaut und Rechtsform
  • Sitz und Geschäftsanschrift
  • Vertretungsbefugte Personenwer für die Gesellschaft unterschreiben darf
  • Gesellschafter und Stammeinlagenbei Kapitalgesellschaften
  • Höhe des Stammkapitals
  • JahresabschlüsseOffenlegungspflicht bei Kapitalgesellschaften
Häufigster Fehler

Die Bankbestätigung blockiert alles

Ohne Bestätigung über die eingezahlte Bareinlage geht die Anmeldung nicht durch. Manche Banken brauchen für die Kontoeröffnung Wochen und wollen alle Gesellschafter persönlich sehen. Deshalb gehört die Kontoeröffnung an den Anfang des Ablaufs, nicht ans Ende.

Aus der Begleitung, nicht aus dem Merkblatt.

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Dieser Beitrag ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Beträge, Grenzen und Fristen ändern sich; die im Einzelfall gültigen Werte erfährst du beim Finanzamt, bei der SVS oder der Wirtschaftskammer. Geprüft am 19.07.2026.